Potschaski kandidiert als Bürgermeister

Der FDP-Marktrat will ins Regenstaufer Rathaus. Für die Stichwahl rechnet er sich gute Chancen aus.
Von Michael Jaumann (Mittelbayerische Tageszeitung, erschienen am 10.05.2019)

REGENSTAUF .Der Regenstaufer FDP-Marktrat und Berufsschullehrer Stefan Potschaski gab bei einem internen Kandidatentreffen bekannt, als Bürgermeister von Regenstauf zu kandidieren. In einer Presseerklärung gegenüber der Mittelbayerischen sagte Potschaski, die Politik der letzten Jahre sei „viel zu häufig“ an den Bürgern vorbeigegangen. „Weder bei Errichtung der Gemeinschaftsunterkunft in dieser Größe noch bei den Verzögerungen des Ausbaus der Hauptstraße wurden die Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld eingebunden bzw. informiert, sondern erst im Nachgang vor vollendete Tatsachen gestellt“, kritisierte der frischgebackene Kandidat. „Auch wird es mit mir keine weiter überbordende Schuldenpolitik geben“, macht der 38-Jährige sofort Wahlkampf in eigener Sache. „Wenn auf der einen Seite Millionenbeträge für fragwürdige Bauvorhaben vorhanden sind, jedoch auf der anderen Seite unsere Kinder in Containern betreut und beschult werden müssen, dann stimmt für mich etwas nicht mehr zusammen.“

Potschaski betonte, dass er durch seine politischen Mandate als Bezirksrat, Kreisrat und Marktrat jene Erfahrungen auf allen kommunalpolitischen Ebenen sammeln konnte, die es für dieses wichtige Amt brauche. Als Pädagoge wisse er, wie man Menschen zusammenführe, erklärt der Lehrer für wirtschaftliche Fächer, Deutsch und Sozialkunde. Ihm sei es wichtig, als Bürgermeister alle Parteien und Gruppierungen einzubinden, „jeder kann gute Ideen haben, egal welcher Parteicouleur er angehört. Wir brauchen eine Politik des Miteinanders. Eine Politik der Einzelinteressen wird es mit mir nicht geben.“

Weiter führte er aus, dass die FDP mit einer starken Liste für den Regenstaufer Marktrat antreten werde. „Die FDP von 2014 ist nicht mehr die gleiche wie 2019. Das gilt für die Bundes-FDP genauso wie die FDP in Regenstauf, auch wenn bei der Kommunalpolitik die Parteizugehörigkeit eine nur untergeordnete Rolle spielt. Wir haben viele neue motivierte Gesichter, die Regenstauf mitgestalten wollen.“

Der verheiratete Familienvater nennt als sein erstes Ziel für die Kommunalwahl, in die Stichwahl zu kommen. „Das halte ich für absolut realistisch“. Die FDP stelle in Bayern zahlreiche Bürgermeister und Oberbürgermeister. Als Beispiel für einen überraschenden Wahlerfolg nennt er Oberbürgermeister Alexander Putz aus Landshut: „Er war zuvor nicht einmal im Stadtrat, kam gegen den Vertreter der CSU in die Stichwahl und ist jetzt sehr erfolgreicher OB der Stadt.

Bisher haben Susanne Nichtewitz für die SPD und Josef Schindler für die CSU ihre Kandidatur erklärt. Bürgermeister Siegfried Böhringer (SPD) will nicht mehr antreten. (jn)


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