KOMMUNALWAHL. FDP verzichtet auf Landratskandidaten. Die Freien Demokraten wollen 2020 ihre Mandate im Kreistag verdoppeln. Stefan Potschaski möchte die Liste anführen.

Artikel erschienen Mittelbayerische Zeitung vom 01.04.2019

DONAUSTAUF. Die Landkreis-FDP wird bei den Kommunalwahlen im nächsten Jahr keinen Landratskandidaten ins Rennen schicken. Wie aus einer Pressemitteilung zur Jahresversammlung der Kreis-FDP hervorgeht, entsprachen die Mitglieder damit einer Vorstandsempfehlung. „Die Freien Demokraten sind geschlossen wie nie, im Bund, im Land und auch im Landkreis. Das war schon einmal anders. Gemeinsam werden wir in einen starken Wahlkampf ziehen“, erklärte Bezirksrat und Kreisvorsitzender Stefan Potschaski, der als Spitzenkandidat die Liste der FDP anführen will.

Potschaski hatte eingangs auf die vergangenen Wahlen zurückgeblickt. und sich erfreut gezeigt über den großen Mitgliederzulauf in den letzten eineinhalb Jahren. „Gerade bei jungen Leuten punktet die FDP mit Lösungsvorschlägen, die nicht auf Populismus, sondern auf Weitsichtigkeit beruhen“, erklärte Potschaski. Die FDP sei eine Fortschrittspartei, eine Partei der Chancen. „Für antiquiertes Denken sind andere zuständig, auch im Landkreis“, sagte er. Höhepunkt des Abends war, nach einem Bericht des frisch gewählten Landtagsabgeordneten, Christoph Skutella, die Abstimmung darüber, ob die Landkreis-FDP einen eigenen Landratskandidaten nominieren soll.

„Wir haben starke Kandidaten für den Kreistag, hier wird es auch einige Überraschungen geben.“

Stefan Potschaski, Kreisvorsitzender der FDP

In diesem Zusammenhang erläuterte der Kreisvorsitzende die einstimmige Vorstandsempfehlung, auf Glaubwürdigkeit zu setzen und das Ziel auszurufen, eine starke Kreistagsfraktion zu stellen: „Die nächste Landratswahl ist gelaufen, da braucht sich niemand Illusionen machen, genau wie im Jahr 2017 klar war, dass Merkel Kanzlerin bleibt“, erklärte er. Politik müsse immer auch glaubwürdig sein. Die FDP stelle ja auch keinen Kanzlerkandidaten, sei aber gleichzeitig die Partei mit der längsten Regierungsverantwortung.

„Wir haben starke Kandidaten für den Kreistag, hier wird es auch einige Überraschungen geben“, machte Potschaski deutlich. Ziel sei es, eine starke Kreistagsfraktion zu stellen, um den Landkreis auch in Zukunft mitgestalten zu können. „Die Verdopplung unserer Kreistagsmandate auf vier Kreisräte halte ich für absolut realistisch“, erklärte der angehende FDP-Spitzenkandidat.

Anschließend fand die Wahl der Delegierten für den Landes- sowie Bezirksparteitag statt. Landesparteitagsdelegierte sind Stefan Potschaski (Regenstauf), Christiane Settelmeier (Pettendorf), Jürgen Both (Obertraubling) und Rupert Stollner (Regenstauf). Als Delegierte für den Bezirksparteitag wurden gewählt: Stefan Potschaski (Regenstauf), Christiane Settelmeier (Pettendorf), Marco Weyer (Alteglofsheim), Sebastian Schaller (Neutraubling), Jürgen Both (Obertraubling).

https://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-land-nachrichten/fdp-verzichtet-auf-landratskandidaten-21364-art1766588.html


Neueste Nachrichten